Haben sie heute schon etwas in der digitalen Welt gepostet?

Wenn ja: Ist ihnen klar, welche Gefahren sich langfristig besonders für ihre Schützlinge dahinter verbergen?

Smartphones erlauben uns jederzeit Fotos und Videos der Kinder aufzunehmen. Einzelne Lebensphasen, Erfolge, besondere Momente oder ein einfaches Kinderlächeln können so langfristig gesichert, erinnert, aber auch geteilt werden. Und so niedlich oder lustig Kinderfotos auch sind: Das Posten dieser Bilder kann gefährlich sein. Einmal veröffentlicht, verliert man leicht die Kontrolle darüber.

Viele Kinder haben bereits noch vor ihren ersten eigenen Schritten einen digitalen Fußabdruck, ohne dass sie selbst darüber entscheiden konnten. Hier zeigt sich das Risiko, dass ihr nächster Spielplatz- Schnappschuss auf Instagram oder Profilbildern auf pädokriminellen Darknet-Plattformen landet – oder erst Jahre später zum Auslöser von Cybermobbing wird.

Was viele nicht wissen: Es ist nicht damit getan, zum Schutz einen Emoji über dem Gesicht des Kindes zu platzieren. Denn es gibt bereits Apps, die es ermöglichen, das Bild im Original wiederherzustellen. Harmlose Kinderbilder können so ungefragt von Fremden abgespeichert und für rechtswidrige Tätigkeiten im Netz und realen Leben genutzt werden.

Für das Posten der Eltern von Bildern ihrer Kinder gibt es bereits ein eigenes Wort: „Sharenting“. Es setzt sich aus dem englischen „share“ für teilen und „parenting“, grob übersetzt für Elternschaft zusammen.